Der Frühling ist da – raus an die frische Luft

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Die Tage werden schon etwas länger, sind nicht mehr ganz so kalt, also raus an die frische Luft! Nach den gemütlichen Wintertagen daheim, ist es an der Zeit sich wieder mehr hinaus zu wagen. Durch die Bewegung an der frischen Luft wird nicht nur der Kreislauf wieder angekurbelt, das Immunsystem gestärkt sondern auch die Laune verbessert und Energie getankt. Außerdem gibt es nichts Schöneres als der Natur beim „Frühlingserwachen“ zuzusehen. Dazu müssen wir Mödlinger auch gar nicht weit fahren, denn es gibt zahlreiche schöne Orte und Wege im Bezirk an denen man das tun kann.

Wir haben für unsere LeserInnen einige davon besucht:

Unsere erste Tour beginnt in der Hagenau in Perchtoldsdorf. Parken kann man gut auf dem kleinen Parkplatz in der Anton Schachinger Gasse. Es gibt hier einen asphaltierten 4km Rundweg durch die Weingärten, auf dem es sich auch gut mit dem Kinderwagen spazieren lässt. Wir finden diese Gegend zu jeder Jahreszeit wunderschön. Winzer Georg Nigl baut hier seinen Wein an und genießt während der Arbeit, bei der auch Hund Pinot immer dabei ist die schöne Aussicht auf Wien. Unser Tipp für die beste Aussicht: die kleine Hütte, die über den doch recht steilen Verbindungsweg zwischen Anton Schachinger Gasse zur Elisabethstraße erreichbar ist.

Wer seine Spazier- oder Laufrunde gerne erweitern möchte kann von hier aus auch in den Wald hinein und zum Beispiel bis zur Kammersteiner Hütte hinauf.

 

Buschenschank Georg und Helen Nigl

Kunigundbergstraße 57

2380 Perchtoldsdorf

www.nigl.com

Unser TIP:

Pop Up Heurigen am Kunigundberg 16. Bis 20. 03. 2017

Esszimmer am Kunigundberg 16. und 17.4. 2017

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Wer sich etwas intensiver sportlich betätigen will fährt zum Beispiel von Mödling mit dem Fahrrad zum „Robert Karpfen Klettersteig“, oder auch als „Efeugrat“ bekannt, in die Hinterbrühl. Diese ist direkt an einem Fahrrad und Spazierweg gelegen. Über den kurzen Zustieg gelangt man auf den Klettersteig. Der Fels ist schon etwas abgeklettert und bietet Leisten- und Henkelkletterei. Auch eine WC-Anlage steht hier zur Verfügung.

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Von hier aus gelangt man z.B wieder mit dem Fahrrad zur Meierei-Wiese. Für jene, die mit dem Auto anreisen steht am Ende der Meiereigasse ein Parkplatz zur Verfügung. Die Meiereiwiese bietet den idealen Start für gemütliche Frühlingsspaziergänge, aber auch kleine Wanderungen. Über die „Hundewiese“ gelangt man in den Wald. Von hier lässt es sich zum Beispiel gemütlich zum Husarentempel hinaufwandern. Bei einer kurzen Rast mit kleiner Jause kann man einen wunderbaren Ausblick genießen. Auch die „Krauste Linde“ lässt sich von der Meiereiwiese bei einem ausgedehnten Sonntagsspaziergang erreichen. Hier kann man sich bei der Einkehr mit regionalen und saisonalen Köstlichkeiten verwöhnen lassen. Alle Routen sind sehr gut gekennzeichnet und eigenen sich für die Sportlichen auch ideal zum Mountainbiken.

 

Waldrast Krauste Linde

Am Anninger 1

2531 Gaaden

www.kraustelinde.net

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Apropos sportlich: im Prießnitzal, in der Prießnitzgasse findet sich ein Crossfit Fittness-Park. Hier kann man nach einem ausgiebigen Spaziergang, oder einer Laufrunde auch Krafttraining machen. An den dortigen Sport- und Fitnessgeräten kann man zahlreiche Übungen mittels Nutzung des eigenen Körpergewichts absolvieren. Mittels solcher Trainingseinheiten lassen sich Kraft, Beweglichkeit und Körperkontrolle stärken und verbessern. Dies dient nicht nur einer verbesserten Koordination sondern auch dem Muskelaufbau.

Für die kleinen BesucherInnen gibt es auch einen Kinderspielplatz, unter anderem mit Schaukel, Rutsche und Kletternetz.

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Ein anderer gemütlicher Spazierweg führt vom Richardshof in Gumpoldskirchen, am Golfplatz vorbei durch den Wald, in die Weinberge. Hier gibt es gemütliche Spazierwege, Mountainbike Routen und auch einen asphaltierten Weg. Direkt am Oberen Beethoven Wanderweg findet man die Veigl-Hütte. Hier gibt es eine gesunde Stärkung und einen herrlichen Ausblick von der Terrasse über die Gumpoldskirchner Weinberge und das Wiener Becken. Den Spaziergang kann man am Wochenende ab Ende März auch ideal nach einen ausgiebigen Brunch am Richardshof starten.

 

Gumpoldskirchner Veigl Hütte

Am oberen Beethovenweg

2352 Gumpoldskirchen

www.veigl-huette.at

 

Richardhof Gumpoldskirchen

Am Richardhof 248

2352 Gumpoldskirchen

www.richardhof.events

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Unser letzter Outdoor-Tipp ist vor allem für etwas für die Kleinen: am Bründlsteg in Wiener Neudorf befindet sich ein netter Spielplatz gleich an der Promenade. Der Platz bietet neben zahlreichen Spielgeräten für die Kinder auch ein kleines kulinarisches Erlebnis, denn er ist mit essbaren Früchten (Ribisel, Brombeeren etc. ) bepflanzt. Von dort kann man ideal einen ausgiebigen Spaziergang oder auch eine kleine Radtour starten. Es gibt (fast) durchgehende Radwege die entlang des Mödling Bachs bis beispielsweise nach Laxenburg führen. Dort kann man an warmen, sonnigen Frühlingstagen auch schon das erste Eis schlecken. Der Weg entlang der Promenade von Mödling bis Laxenburg ist übrigens auch eine sehr nette Jogging-Strecke und vor allem für LaufanfängerInnen super geeignet.

Viel Bewegung an der frischen Luft hilft übrigens auch die typische Frühjahrsmüdigkeit zu überwinden und unterstützt den auch den Körper dabei sich auf die neue Jahreszeit umzustellen.

Denise Schellmann – Künstlerin aus Perchtoldsdorf  

denise_druck-109Wir haben die Künstlerin Denise Schellmann in ihrem Zuhause und Atelier in Perchtoldsdorf besucht. Gleich beim Betreten der Wohnung erwartet uns eine riesen Zeichnung, an der Denise gerade arbeitet. Wir fangen gleich an das Werk zu interpretieren und die Künstlerin freut sich über die unterschiedlichen Betrachtungsweisen.

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Denise ist Doktor der pharmazeutischen Chemie und hat während ihrer Studienzeit angefangen zu zeichnen. Unter anderem war Denise auch in der Krebsforschung tätig und hat viel mikroskopiert. Diese Zeit war die grundlegende Inspiration zu ihrem heutigen Zeichenstil. Denises Arbeiten zeigen feine, zarte Linien und Strukturen, denen sie mit Farben und Schatten eine gewisse Tiefe verleiht. Die Zeichnungen erinnern an zu Papier gebrachten mikroskopische Betrachtungen.

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Momentan absolviert Denise ein Master-Studium an der „Angewandten“. Begeistert erzählt sie uns von ihrem Auslandsaufenthalt in Singapur, einer sogenannten „Artist Residency“ wo sie nicht nur persönlich sondern auch künstlerisch sehr viel gelernt hat. Dort schuf sie mit der lokalen Künstlerin Nandita Mukand Installationen unter dem Motto „The Essential Rythm – a drawing into space“. Zu sehen sind Denises Werke in der Gallerie des Mondi Headquarters ab 12. April. Außerdem in der Galerie Kalksburg, ebenfalls im April sowie vom 6. bis zum 13 November im Freigut Thallern, Gumpoldskirchen.

 

www.deniseschellmann.com

„Ich bin so tiefenentspannt, weil ich weiß, dass ich meine Familie habe.“ – Patricia Kaiser im DISTRICT-Interview

Patricia Kaiser wurde mit 15 Jahren Miss Austria zur Miss Austria gekürt und arbeitet seither als Model. Mittlerweile ist sie zweifache Mutter und mit ihrer Familie im Bezirk Mödling häuslich geworden. Über das Mutter-Sein, was ihr an Mödling gefällt und weshalb sie sich für den „Wings for Life World Run“ engagiert, erzählte sie uns bei einem gemütlichen Kaffee im neuen Bar-Cafe-Restaurant „Die Station“ am Bahnhof Brunn am Gebirge.

 

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Wie geht es dir? Was machst du im Moment?

Aktuell genieße ich gerade sehr mein „Mamadasein“ und nutze jeden freien Moment für das Projekt „Wings for Life World Run“ und die Modeltätigkeiten die eben möglich sind.

 

Du strahlst über das ganze Gesicht. Sichtlich geht es dir gut?

Weißt du was das schöne ist? Ich mache Dinge die mir wirklich Spaß machen. Ich genieße jeden Moment mit meiner Familie und zugleich meinen Beruf. Habe meinen Sport nebenbei, der meine größte Leidenschaft ist.

 

…du warst ja immerhin erfolgreiche Leichtathletin und österr. Meisterin in Speerwurf. Bist du da noch aktiv?

Meine Sportlerinnen-Karriere habe ich 2009 beendet. Aber die Leichtathletik war eine wichtige Zeit für mich, die mich sehr geprägt hat. Das war nur der Beginn von etwas ganz was anderem. Der Einstieg in die Gesundheits- und Fitnesswelt, in der ich viele tolle Projekte mache.

 

Welche Projekte sind das so?

Zum Beispiel habe ich in der Schwangerschaft die Zeit genützt ein Schwangeren-Trainings-Video zu machen. Jetzt wo das Baby da ist, wird ein Rückbildungs- bzw. Baby-Trainings-Video rauskommen. Mein Leben ist so spannend. Es ergeben sich oft ganz unerwartet neue Projekte.

 

Dann hast du also nicht nur als Mama sondern auch beruflich ganz schön viel zu tun. Wie geht es dir damit?

Bin so tiefenentspannt, weil ich weiß, dass ich meine Familie habe. Ich bin nie alleine. Und das erdet mich total und ist Inspirationsquelle, Anker und Motivator zugleich.

 

Jetzt wohnt ihr ja wieder in Mödling.

Ja wir waren nur kurz wegen meinem Ehemann, der Fußballer ist in Vorarlberg. Das war eine sehr angenehme Zeit, die ich sehr genossen habe. Jetzt sind wir wieder zurück und da bleiben wir auch. Wir haben uns jetzt häuslich gemacht.

 

Du bist ja eigentlich Oberösterreicherin. Was hat dich von dort weg geführt?

Ich komme ursprünglich aus Eberschwang im Bezirk Ried, bin dann in Linz zur Schule gegangen und von dort dann nach Wien. Ich finde Wien toll aber mit Kindern lebt es sich in Mödling einfach besser. Ich schätze die Natur, die vielen Aktivitäten die es gibt, die Menschen hier und natürlich die Nähe zu Wien. Wir genießen es einfach in Mödling.

 

Hast du eine Erfolgsformel?

Ich finde wenn man aufs Leben vertraut, dann leitet einen das schon in die richtige Richtung. Wichtig ist es trotzdem bei seinen Grundprinzipen treu zu bleiben.

 

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Wie ist dein Engagement für „Wings for Life World Run“ entstanden?

Ich war in meinem Leben leider schon in einer Situation die dem Tod sehr nahe war. Nach dieser schweren Zeit hat mich immer die Frage: Was wäre gewesen wenn?, sehr bewegt. Wenn ich nach dem Unfall vielleicht alles anders gekommen wäre? Das war dann der Moment, in dem ich mich entschieden habe, mich für die Rückenmarksforschung einzusetzen. Und seither bin ich beim „Wings for Life World Run“ dabei und arbeite tatkräftig an dem Ziel: Querschnittslähmung heilbar zu machen. Das tolle an dem Lauf ist das alle Einnahmen direkt an die Forschung gehen.

 

Was schätzt du am Bezirk Mödling?

Meine Heimat trage ich immer im Herzen und Mödling erinnert mich ein bisschen daran – nur mit ein paar Vorzügen. Mödling ist so italienisch für mich. Ich hab das gern einfach draußen im Posthof zu sitzen, du triffst dann immer jemanden. Als Mutter mag ich natürlich die vielen Aktivitäten für Kinder und das man einfach viel unternehmen kann. Es tut sich immer etwas. Und die Nähe zu Wien ist natürlich auch ein Traum.

 

Wo könnte man dich im Bezirk treffen?

Beim Laufen am Liechtenstein. 2 Mal in der Woche!

 

Und als Mutter wie geht’s dir da? Ist ja nichts Neues für dich? Du bist ja zum zweiten Mal Mama geworden.

Ja mittlerweile bin ich schon super gut darin. Ich kann heute Dinge, die ich früher in vier Stunden erledigt habe, schon in einer halben Stunde machen. Wie man sich weiterentwickelt als Mutter…!

 

Hast du deinen Mann Daniel Wolf der ja schon als Jugendlicher bei der Admira trainiert hat in der Südstadt kennen gelernt?

Nein. Interessanterweise in Italien, wo Daniel zu dieser Zeit gespielt hat. Wir haben uns über einen gemeinsamen Freundeskreis kennengelernt. Das war gerade zu einer Zeit, in der ich einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste und da hat sich wieder etwas in meinem Leben gefügt und ich habe Daniel kennengelernt.

 

Vielen Dank für das nette Gespräch!

PRIME REAL – professionelle und effiziente Vermarktung von Immobilien

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Erfahrung

Florian Heckl ist seit vielen Jahren erfahrener Immobilientreuhänder und ein Experte, wenn es um Immobilien im Bezirk Mödling geht. Gemeinsam mit seinem Partner Bernhard Petrkowsky setzt er nun unter der Marke PRIME REAL neue Akzente am Immobilienmarkt.

Netzwerk

PRIME REAL verfügt über ein großes Netzwerk aus vielen verschiedenen, langjährig aufgebauten Kontakten. Dieses nutzen die Immobilien-Treuhänder effizient, um für die entsprechende Immobilie eine hohe Anzahl potenzieller Interessenten zu erreichen.

Leidenschaft

Bei PRIME REAL werden alle Tätigkeiten stets mit viel Leidenschaft und hohem Engagement ausgeführt. Florian Heckl, Bernhard Petrkowsky und das gesamte Team arbeiten zielorientiert und motiviert. Besonderen Wert legt man auf Dienstleistung: die Immobilientreuhänder richten sich stets nach den Wünschen und Anforderungen ihrer Kunden und bieten gerne auch die Möglichkeit für Wochenend- und Feiertagstermine.

PRIME REAL hat sich vor allem auf die Vermarktung nationaler und internationaler Immobilien im hochpreisigen Segment spezialisiert. Aber auch die Vermarktung von Bauträgerprojekten und Eigenprojekten finden sich in ihrem Portfolio.

 

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Prime Real Immobilienmanagement KG

Marktplatz 16

2380 Perchtoldsdorf

office@primereal.at

Tel.: +43 676 4584469

Web: www.primereal.at

Andreas Steppan im großen DISTRICT15-Interview

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Wir haben den Mödlinger Kabarettisten, Sänger und Schauspieler Andreas Steppan in einem seiner Lieblingslokale, der Schlosserei in Mödling getroffen um mit ihm über sein neues Programm, sein Leben in Mödling und Weihnachten mit der Patchwork-Familie zu plaudern.

Du wirst oft als Linzer bzw. Oberösterreicher betitelt. Was verschlägt dich nach Mödling?

Ich bin in Linz geboren –das aber auch nur so aushilfsweise. Meine Eltern haben in Wels gelebt, aber wahrscheinlich war das Welser Krankenhaus überfüllt oder so. Mit fünf sind wir hierher nach Maria Enzersdorf gezogen, weil mein Vater hier beruflich zu tun hatte. Seit dem lebe ich eigentlich, bis auf eine siebenjährige Auszeit in Wien, im Bezirk. Ich bin nach diesen sieben Jahren aus der Stadt rausgeflüchtet in die Natur. Ich bin einfach kein Städter und bin nach dieser Zeit fast reumütig wieder hierher zurückgekehrt.

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Was schätzt du am meisten am Bezirk Mödling?

Also hauptsächlich ist es die Natur. Ich bin jetzt nicht unbedingt ein wahnsinnig sozialer Mensch, sodass ich mich viel einbringe und mit den Ansässigen viel Zeit verbringe. Ich bin eher ein bisschen zurückgezogen. Aber das ist nicht aus Überheblichkeit, sondern das ist einfach mein Naturell. Es war aber schon auch die Schönheit der Stadt. Die hat mir schon immer sehr gut gefallen, auch wenn sich in letzter Zeit einiges geändert hat. Und die Natur rundherum – das hat einfach schon etwas sehr Erholsames und das tut einfach auch der Seele sehr gut.

 

Also bist du auch viel draußen unterwegs?

Ja, eigentlich schon. Früher bin ich vor allem viel Rad gefahren – vor allem als ich hier in der Nähe gewohnt habe. Mittlerweile wohnen wir woanders … und das Bergauffahren, das ist dann nicht mehr so toll – vor allem nicht wenn das Kreuz anfängt wehzutun. Und dann bin ich dicker geworden und dann hab ich keinen Sport mehr gemacht….Das ist ein Teufelskreis, aber ich versuch da irgendwie rauszukommen. Aber sonst bin ich früher wahnsinnig gerne gewandert und gejoggt in den Föhrenbergen. Auch viel alleine.

Ein ganz spezieller Platz ist, obwohl sie manchmal ein bisserl überlaufen ist, die Meiereiwiese. Früher war die ganz heimelig. Jetzt ist manchmal zu viel los da. Aber ich hab das Glück durch meinen Beruf, dass ich zu Zeiten hingehen kann wo andere Leute arbeiten. Das ist schon ein Privileg, denn wenn ich nicht gerade probe kann ich mir das aussuchen.

 

Wenn wir schon davon reden – wie kamst du denn zur Schauspielerei? War das immer schon dein Wunschberuf?

Seit Beginn der Volksschulzeit – wenn nicht schon früher – habe ich immer gesagt, dass ich Schauspieler werden will. Vermutlich aufgrund der vielen Western-Fernsehserien die Anfang der 60er immer im TV gelaufen sind. Das hat mich immer wahnsinnig fasziniert. Schon in der Schule hat mich einmal die Lehrerin gefragt, was ich werden will. Und ich hab ihr damals schon Schauspieler gesagt – oder Straßenkehrer. Weil ich geglaubt habe als Straßenkehrer würde ich keine Schule brauchen. Ich hab nämlich damals die Schule so gehasst – die hab ich als freiheitsberaubend empfunden. Schauspieler werden wollte ich auch deshalb, weil ich da das Gefühl hatte mich gar nicht so richtig für einen Beruf entscheiden zu müssen. Als Schauspieler kann ich ja einmal Arzt, einmal Privatdetektiv, einmal Indianer, einmal Cowboy vielleicht sogar Straßenkehrer sein.

 

Und dann war es klar, dass du Schauspieler wirst?

Es stand dann eigentlich nie etwas anderes zur Debatte. Meine Eltern haben sich da auch nicht irgendwie quer gelegt. Dann kam ich nach der Matura auch noch aufs Reinhardt-Seminar. Dann war’s überhaupt okay. Da bin ich zwar nach einem Jahr wieder rausgeflogen, was nicht mehr so okay war für meinen Papa. Der hatte Angst was aus dem Buben werden sollte.

 

Wie schafft man es aus dem Reinhardt-Seminar zu fliegen?

Damals gab es zwischen dem ersten und dem zweiten Jahr eine Übertritts-Prüfung. Die gibt es mittlerweile lang nicht mehr. Auf diese Prüfung hat man sich mit einem einzigen Lehrer vorbereitet… Und da hätte es halt geholfen, wenn wir einander sympathisch gewesen wären (grinsend). Er mochte mich nicht so, ich mochte ihn nicht so. Naja und dann bin ich nicht mehr zu seinem Unterricht gegangen, was dann zum Ausschluss geführt hat.

Da gab es dann aber auch so nette Menschen wie die Susi Nicoletti, die am Tag meines Austritts gesagt hat: „Keine Sorge, Talent setzt sich durch“. Kurz vor ihrem Tod habe ich sie dann hier in Mödling nochmal gesehen, weil sie sich ein Stück angeschaut hat, in dem ich mitgespielt habe. Sie meinte „ich kann mich nicht mehr erinnern, aber es dürfte stimmen“.

 

Wie ging es dann weiter? 

Nach dem Rausschmiss habe ich ein bisschen die Orientierung verloren und habe ein Jahr lang Publizistik als Alibi-Studium gemacht. Ich bin da auch nur zu einer Prüfung gegangen.

Dann habe ich beschlossen erst mal das Bundesheer hinter mich zu bringen. Aber wie das Leben so spielt: in dieser Zeit habe ich mit einem Freund Kabarett gespielt und hatten immer wieder Auftritte. Wir sind dann auch zu einem –das hieß damals noch nicht so – Casting zum ORF für „Die große Chance“ mit Peter Rapp gegangen. Da wurde ich dann wirklich genommen. Ich war im ersten Monat meines Präsenzdienstes also musste das dann parallel gehen.

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Worum geht es denn in deinem aktuellen Programm, mit dem du am 21. Jänner in der Burg Perchtoldsdorf zu sehen sein wirst?

Steppan singt ist ein Musikprogramm, das ich gemeinsam mit dem Pianisten und Freund Bernhard van Ham mache. Er spielt und ich singe Lieder aus ganz unterschiedlichen Musikrichtungen denen ich sehr verbunden bin und die in meinem Leben eine Rolle gespielt haben. Gleichzeitig lasse ich auch mein Leben revue passieren.

Den Leuten gefällt es und mir macht es auch ganz großen Spaß.

 

Wie kamst du denn zum Singen?

Ich wollte immer auch Sänger werden. Habe aber früher auch falsch gesungen. Ich bin also jetzt nicht als musikalischer Mensch auf die Welt gekommen, sondern habe mir das schwer erarbeitet. Umso stolzer bin ich jetzt eigentlich auch, dass ich das gemeistert habe und in Musicals gespielt habe

Im Programm singe ich Lieder aus verschiedenen Richtungen: ein Wiener Lied, eines von Udo Jürgens aber natürlich auch Frank Sinatra genauso wie Robbie Williams und Andreas Bourani. Ganz bunt gemischt und mit meiner Note.

 

Du spielst aber aktuell auch noch an einem anderen Stück?

Genau, das heißt Lametta und wird am Gloria Theater in Wien aufgeführt. Da hatten wir am 20. November die Premiere. Das ist ein Weihnachtsstück und ist eine Bestandsaufnahme einer österreichischen Patchworkfamilie am Heiligen Abend. Ein bisschen auf die Art von Gerhard Polt und wie er den Leuten aufs Maul geschaut hat.

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Wie feierst du privat Weihnachten?

Nun ja, wir sind auch eine Patchworkfamilie und treffen uns nun seit 10Jahren an Weihnachten immer. Da ist meine Frau mit ihrer Mutter, meine Ex-Frau mit ihrem neuen Mann und ihren Müttern, meine Tochter, mein Sohn mit seiner Lebensgefährtin und dem Enkelkind und meine Eltern. Alle kommen zu uns ins Haus – das geht sich eh grade noch so aus. Es immer sehr schön und lustig bei uns. Ich bin sehr dankbar, dass es so abläuft.

 

Und um Mitternacht dann alle gemeinsam zur Mette?

Nein mit Religiösem kann ich eigentlich nicht dienen. Obwohl mein Vater eigentlich aus einer Kirchenmusiker-Familie kommt. Sein Bruder und sein Vater waren beide Organisten. Mein Vater ist ein bisschen aus der Art geschlagen. Der musste immer musizieren, was ihm aber nicht so großen Spaß gemacht hat. Daraufhin ist er Chemiker geworden. Und wie ich in meinem Programm sage: Er ist Chemiker geworden – ich bin Komiker geworden. Also so viel Unterschied ist da auch nicht.

Er hat sich auch gewehrt einen musikalischen Haushalt einzurichten. Leider… Und jetzt ist es so, dass er an Weihnachten am Klavier spielt, meine Exfrau spielt Chello und meine Frau und ich lernen seit Jänner Saxophon… Wir nähern uns der Hausmusik wieder an.

 

Nächsten Sommer wirst du bei den Seefestspielen in Mörbisch dabei sein. Welche Rolle wirst du spielen?

Ja, wir spielen dort die Operette Viktoria und ihr Husar. Ich bin eigentlich kein großer Operetten-Kenner aber zufälligerweise kenne ich genau die sehr gut und sie gefällt mir auch sehr. Es war also eine große Ehre gefragt zu werden und da mitmachen zu dürfen.

Ich spiele den Konsul, der seine geliebte Frau gehen lässt, damit sie einen anderen lieben kann.

Viel Erfolg weiterhin und Danke für das nette Interview

Mehr Infos zu Andreas Stefan und den Terminen auf www.steppan.at

Isabell Pannagl über die Premiere ihres neuen Kabaretts im Raiffeisen Forum Mödling 

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Wir haben bereits in unserer März Ausgabe über die sympathische junge Kabarettistin, Sängerin und Schauspielerin aus Perchtoldsdorf berichtet. Diesmal führt uns Isabell Pannagl durch die Location der Premiere ihres neuen Stücks „Bankerl’n gehen“:

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Im Raiffeisen Forum Mödling findet am 22.10.2015 die Erstaufführung ihres dritten Solokabaretts statt. Diesmal widmet sich Isabell inhaltlich dem Thema Schlankheits- und Ernährungswahn und erklärt mit viel Humor und Gesang, weshalb sie keine Diäten macht sich aber trotzdem ins Fitnessstudio begibt. Für musikalischen Schwung am Klavier sorgt der Mödlinger Pianist Dave Reismann, die Regie führt wieder Claudia Dallinger, ebenfalls aus Mödling – also ein richtiges Mödlinger Terzett. Unterstützt wird Isabell auch von ihrer neuen Managerin Mena Scheuba, die als Gattin von Florian Scheuba, Isabell mit Rat und Tat zur Seite steht. Bei einem Kaffee plaudert Isabell aus dem Nähkästchen und erzählt uns von ihren Ernährungsgewohnheiten und sportlichen Ambitionen. Das gemütliche Lounge Café im Raiffeisen Forum, welches vom Posthof-Betreiber Marcus Schelivsky geführt wird, ist öffentlich zugänglich und eignet sich sowohl für Geschäftsbesprechungen als auch für ein privates, gemütliches Frühstück oder einen kleinen Snack zwischendurch. Ideal auch für Mammis, denn es gibt sogar eine großzügige Kinderspielecke.

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Hier in Mödling ist die Raiffeisen mehr als nur eine Bank. Daniela Grienauer BA vom RRB Marketing erklärt „ Wir wollen hier Menschen begeistern“ und das wird im großzügig und hell gestalteten Forum, welches übrigens auch als Meeting-Raum für bis zu 150 Personen anzumieten ist, bestimmt gelingen. Wir freuen uns auf die gelungene Premiere!

 

www.isabellpannagl.com

www.rrb-moedling.at/forum-moedling

 

Öffnungszeiten Lounge Café

Montag: 8:00 – 18:00 Uhr

Dienstag 8:00 – 15:00 Uhr

Mittwoch 8:00 15:00 Uhr

Donnerstag: 8:00 – 18:00 Uhr

Freitag 8:00 – 15:00 Uhr

Interview mit den Mödlinger Autoren von Bauchpanik und Männerwehen + DISTRICT15 Buchtipps für den Herbst

Schwangerschaftsbücher kennt man zur Genüge, jetzt allerdings gibt’s ein Buch, bei dem man einerseits herzhaft lachen kann, bei dem andererseits nebst Frau auch mal Mann zu Wort kommt. Das Buch „Bauchpanik & Männerwehen … und die ganz, ganz große Liebe. Eine Premiere am Buchmarkt – ein Schwangerschaftsbuch aus Frau- und Mann-Sicht. Im Interview das Autorenpaar aus Mödling: Birgit und Helmut Moser-Kadlac.

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Birgit, wie hast Du es geschafft, Deinen Mann zu überreden gemeinsam mit Dir ein Buch zum Thema Schwangerschaft zu schreiben? Das ist normalerweise nicht gerade ein Männerthema.

Gleich vorweg: Das ist sehr wohl ein Männerthema! Du musst unbedingt unser Buch lesen!

Helmut musste man nicht überreden, ein lauschiger Abend mit ein paar Cocktails in der schönen Perchtoldsdorfer Eventlounge und schon war er überzeugt, dass es SEINE Idee war. 

Spaß beiseite! Wir wollten ungeschminkt und lustig unsere Geschichte als werdende Eltern erzählen – für Frau und Mann. Keinen Ratgeber sondern eine humorvolle Aufarbeitung von nackten Tatsachen. Und es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Geschlechter ticken. Ich selbst war beim Schreiben immer wieder überrascht, wie Helmut diese Schwangerschaft erlebt hat.

 Helmut, woran hast Du denn besonders gemerkt, dass Deine Frau komplett anders als Du an Dinge rund um die Geburtsvorbereitung herangeht?

Bei Birgit war in dieser Zeit immer alles mit viel Tam-Tam und Drama verbunden. Wobei wenn ich nachdenke, ist das eigentlich immer so … Nein, im Ernst: Ich glaube, wir Männer gehen einfach cooler an das Thema heran und machen uns weniger Gedanken. Wir sind weniger emotional sondern rational, analytisch. Das beginnt beim positiven Schwangerschaftstest und endet  bei der Geburt. Frauen machen sich einfach zu viele Sorgen, Männer lassen alles auf sich zukommen. Ich möchte hier und jetzt eine Lanze für das männliche Geschlecht brechen. Wenn wir bei Themen rund um Schwangerschaft und Geburt nicht gleich in (Freuden-)Tränen ausbrechen, hat das nichts damit zu tun, dass wir unsere Frauen und Kinder nicht lieben. Männer erleben diese Dinge einfach anders! Und liebe Männer, man darf das auch – ganz ohne schlechtem Gewissen!

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Ihr beschreibt die Entbindung als eine Art Exorzismus? Birgit, wieso das?

Unser Buch ist eben schonungslos ehrlich! Selbstverständlich ist die Geburt das Schönste auf der Welt, aber wenn man es sich so recht überlegt, dann gleicht es doch auch oft einem Exorzismus. Ich will jetzt niemanden Angst machen, aber es heißt nicht umsonst Austreibungsphase! Das ist Buch ist eine augenzwinkernde Zusammenfassung einer Schwangerschaft zwischen Bauchpanik und Männerwehen. Jeder kann es lesen, nicht nur werdende Eltern, denn es geht auch um die Beziehung zwischen Mann und Frau. Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß beim Schreiben und eine intensive Zeit … und wir hoffen, dass die Leser unseres Buches sich auch gut unterhalten. Die ersten Verkaufszahlen sind sehr erfreulich, das Feedback toll.

Nach der großen Liebe Nummer 1 (Anm. Tristan 4 Jahre alt), kam unlängst die große Liebe Nummer 2 zur Welt (Anm: Tilda 1 Monat alt) – beide Kinder im Landesklinikum Mödling. Wird’s eine Fortsetzung von Bauchpanik und Männerwehen geben?

Nicht geplanter Weise! Wobei wenn, dann wäre der Titel mit Sicherheit „Beim zweiten Kind ist alles anders“

An dieser Stelle ein großes DANKE an das Kreissaalteam und auch an das Team der Wöchnerinnenstation! Bei beiden Geburten waren wir bestens versorgt!  

Zum Abschluss: Ein Satz, wieso man gerade Euer Buch kaufen soll!

Helmut: (lacht) Weil wir für unsere Pension vorsorgen müssen!  

Birgit: Männer! Unser Buch sollte man dann kaufen, wenn man sich bei schonungslos ehrlichen Episoden aus dem Leben eines Paares amüsieren möchte, dass von einer Affäre in ein Familienabenteuer stolpert.

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DISTRICT15 Buchtipps für den Herbst

Faltenfrei Cover

Gerlinde Friewald – Faltenfrei – Ein Mödling Krimi

Ausgerechnet in Mödling. Nick Stein, Profiler und Starermittler beim Bundeskriminalamt, wird mitten in der Nacht zu einem Tatort in seiner Heimatstadt gerufen. Als er die Leiche sieht, trifft ihn fast der Schlag: Die Tote ist für ihn keine Unbekannte.

Schuldfrei Cover

Schuldenfrei – ein Wien Krimi

Der charismatische Profiler Nick Stein ermittelt weiter. Der aus Mödling stammende Profiler Nick Stein löst seinen zweiten Fall.

Nick Stein, Profiler und Sonderermittler beim Bundeskriminalamt, wird unsanft aus dem Urlaub nach Hause beordert. Zurück in Wien steht er vor einem grausigen Tatort. Sechs Pensionisten wurden über längere Zeit gefangen gehalten, gefoltert und schließlich gekreuzigt.

Die Autorin Gerlinde Friewald ist in Mödling geboren und lebt hier mit ihrer Familie.

Mehr zur Autorin: www.friewald.at

BÜHNENTOD Cover

Bühnentod

Christian Klinger präsentiert Marco Martins dritten Fall.

Gespickt mit launigen Kommentaren präsentierte der Wiener Krimiautor Christian Klinger den dritten Kriminalfall seines Privatermittlers Marco Martin. Dieses Mal bildet das idyllische Bad Blumenbach, ein fiktiver Ort im südlichen Waldviertel, die malerische Kulisse für die Klärung eines mysteriösen Mordfalls. Martins Ermittlungen reichen bis in die Vergangenheit der Dorfgemeinschaft – die sich als alles andere als idyllisch entpuppt. Und nebenbei versucht er, neuen Schwung in seine Beziehung mit Anne zu bringen …

„BÜHNENTOD – Marco Martins dritter Fall“ (ISBN 978-390139-57-3)

Jetzt um nur 13,90 Euro versandkostenfrei unter www.steinverlag.at erhältlich!

Mehr zum Autor: www.christian-klinger.at

 

Bauchpanik & Männerwehen Cover full

Bauchpanik & Männerwehen

Schwanger werden ist nicht schwer – schwanger sein dagegen sehr! Birgit und Helmut sind frisch verliebt und SCHWANGER! Von einem Moment auf den nächsten betritt das Paar komplettes Neuland. Eben noch in einer Affäre verhaftet, wird es uns ernst mit Familie. Dieser Umstand wirft Fragen auf: Wieso dauert die Schwangerschaft nicht neun Monate sondern 40 Wochen? Warum darf man schwangeren Frauen nie widersprechen? Ist Sex unter anderen Umständen eine Art Dreier? Ist der Nestbautrieb heilbar? Kann man einer Hebamme mit dem Pornonamen Gina wirklich trauen? Muss man die Plazenta tatsächlich essen und hat die Austreibungsphase etwas mit Exorzismus zu tun? Die erste Schwangerschaft ist ein Abenteuer – gleichermaßen für werdende Mütter wie Väter. Mit Humor und ohne Weichzeichner erzählt das Autoren-, Eltern- und Liebespaar in zwanzig heiter-amüsanten Kapiteln seine persönlichen Erlebnisse während dieser Zeit des Ausnahmezustands.

Die beiden Autoren Birgit und Helmut Moser-Kadlac leben mit ihren Kindern Tristan und Tilda in Mödling. Beide Kinder kamen im Landesklinikum Mödling zur Welt.

„Bauchpanik & Männerwehen“ (ISBN: 978-3-85028-662-6)

Jetzt um nur 17,90 Euro erhältlich unter www.verlag-berger.at

 

 

 

Schauspielerin Hilde Dalik im Interview mit DISTRICT15

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DSITRICT15 hat die bekannte Theater und Filmschauspielerin Hilde Dalik in der Meierei Liechtenstein getroffen. Im Interview erzählt uns die ehemalige Gießhüblerin über ihre aktuellen Projekte, wie sie sich in der momentanen Flüchtlingssituation engagiert und wo sie ihre Erholung findet.

Welchen Bezug hast du zum Bezirk Mödling?

Naja, ich bin hier – am Gießhübl aufgewachsen und war in Perchtoldsdorf in der Schule. Am Anfang meiner Karriere habe ich auch hier am Liechtenstein bei den Nestroy-Spielen gespielt. Das sind schöne Erinnerungen, aber es war auch oft sehr harte Arbeit. Achja und mein Onkel hatte mal ein Lokal am Perchtoldsdorfer Marktplatz

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Was sind deine Lieblingsplätzchen im Bezirk?

Der Garten meiner Eltern am Gießhübl. Hier kann ich Zeit mit meiner Familie verbringen, bin im Grünen … und Katzen gibt es auch (grins). Da ich ja beruflich sehr viel unterwegs bin, ist das meine Art der Erholung. Leider schaffe ich es viel zu selten hierher.

War es für dich schon immer klar Schauspielerin zu werden?

Nein, eigentlich habe ich mich immer schon auch für Regie begeistert. Im vergangenen Jahr habe ich mit meinem Projekt Romeo & Julia-FREESTYLE, einer Inszenierung mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im Dschungel Wien mein Regie-Debüt gehabt.

Du bist weiterhin in der Flüchtlingshilfe aktiv. Wie kam es dazu?

Man hört soviel in den Nachrichten, aber wir, also meine Theatergruppe und ich wollten uns selber ein Bild machen und sind nach Traiskirchen gefahren. Die Schauspieler die Arabisch und Farsi sprechen sind herumgegangen und haben geschaut und gefragt was die Leute brauchen. Dann haben wir angefangen Listen zu schreiben, mit dem was sie brauchen und ihren Telefonnummern. Das waren im Sommer vor allem Flipflops, jetzt sind es warme Schuhe und Socken, Hosen in bestimmten Größen. Wir haben versucht möglichst konkret zu helfen, mit dem was benötigt wird. Manche stellen einfach Säcke mit Sachen auf die Straße. Das ist natürlich kontraproduktiv auch für die Traiskirchner Bevölkerung, die eh soviel tragen muss. Wir wollten das möglichst geordnet machen um den Müll zu vermeiden. Die Menschen die dort Leben, die Anrainer sind eh so super und engagiert.

Ihr bringt den Leuten also immer nur konkret das was gerade benötigt wird?

Genau- wir packen konkrete Koffer für die Flüchtlinge und deren Familien. Das heißt wir konnten jederzeit auch anrufen und Nachfragen wenn wir uns nicht sicher sind mit den Größen oder so.

Das Theater in der Josefstadt hat uns dann sehr bald unterstützt und uns ein großes Auto mit einem Fahrer zur Verfügung gestellt. Im August sind wir dann fast täglich nach Traiskirchen gefahren. Jetzt im Herbst wollen wir weitermachen im Rahmen des Möglichen. Ich und auch die Mitglieder meiner Theatergruppe müssen wieder unserer Arbeit, Ausbildung etc. nachgehen. Außerdem ist es wichtig nach der ersten Helferseuphorie ist es auch wichtig weiter zu machen und trotzdem stark zu bleiben, denn die Arbeit zerrt auch ziemlich und lässt einen schon gar nicht kalt.

Wie kann man dich bei der Spendensammlung unterstützen?

Da wir gerade dabei sind unseren Theaterverein umzustrukturieren, am besten über meine Facebook-Seite.

Im Zuge unseres Traiskirchen-Projektes haben wir über Facebook Spendenaufrufe gemacht. So habe ich Menschen kennengelernt, die ich vorher nie kennengelernt hätte. Sie haben sich gemeldet und gesagt „hey Hilde, ich hätte 5 Koffer für dich“. Andere habe Geld gespendet und wir haben das Notwendigste gekauft. Dadurch, dass mich die Leute kennen, wissen sie auch dass diese 200 Euro direkt an Bedürftige kommen. Und es war es dann so, dass wenn wir nach Traiskirchen mit 20 Koffern gefahren sind und es kommen 5 Leute mehr als angekündigt fährt man los und besorgt diese 5 zusätzlichen Koffer noch… So ist das, wenn man weiß, diese Leute werden am nächsten Tag von Traiskirchen woandershin gebracht und müssten sonst all ihre Sachen dalassen.

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Was machst du lieber Theater oder TV?

Tatsächlich ist es so, dass ich es als Luxus empfinde verschiedenste Dinge zu machen und habe wirklich das Gefühl, dass das Eine das Andere bereichert. Das war immer so – wenn ich eine Fernsehproduktion gemacht habe und gleichzeitig Theater gespielt habe, so konnte ich bei der einen Sache für die andere etwas lernen. Das ist für mich das Schöne. Denn es lockert auch auf und man stellt sich vielleicht auch andere Fragen, als wen wenn man nur auf eine Sache fixiert ist.

Hast du auch Lieblingsrollen? Lieblingscharaktere?

Nein. Meine Lieblingsrollen sind eigentlich immer die, mit denen ich mich gerade befasse. Man schenkt dieser Rolle dann immer die vollste Aufmerksamkeit. Natürlich hat es auch immer mit dem Rundherum zu tun. Alles was ich tue ist auch immer eine Gemeinschaftsarbeit. Egal ob es jetzt Theater oder Film ist, oder ich selber gerade Regie führe oder mit meiner Theatergruppe versuche zu helfen.. Wenn ich mit vielen verschiedenen Menschen zusammenarbeite, dann macht mich das immer glücklich.

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Was sind deine aktuellen Projekte?

Im Sommer war der Dreh zur Literaturverfilmung des Romans „Maikäfer flieg“ von Christine Nöstlinger unter der Regie von Mirjam Unger. Außerdem bin ich gerade im Theater in der Josefstadt in Felix Mitterer’s „Der Boxer“ zu sehen. Das Stück erzählt die wahre Geschichte des im KZ ermordeten Sinto-Boxers Johann Trollmann.

Im Moment drehe ich auch einen Film der „Hotel Rock’n Roll“ heißt. Das ist nach „Nacktschnecken“ und „Contact High“ der dritte Teil. Es ist dann quasi eine Trilogie zum Thema Sex, Drugs und Rock’n Roll. Der Film hat dieselbe Besetzung wie die ersten beiden Teile. Der Regisseur der ersten Teile, Michael Glawogger, ist tragischerweise im vorigen Jahr in Afrika gestorben. Michael Ostrowski, der mit ihm eng befreundet war, hat sich entschieden den Film trotzdem zu machen und übernimmt die Regie gemeinsam mit Helmut Köpping. Ja und da laufen gerade die Dreharbeiten in der Steiermark.

Kannst du uns etwas über die Handlung verraten?

Es ist ein bisschen im Stil von Hotelkomödien aus den 60ern und 70ern. Ein bisschen so wie die weißen Rössl Geschichten – spielt aber im Heute und ist komplett verrückt – im besten Sinn! . Es ist ein Kinofilm der nächstes Jahr in die Kinos kommen soll.

Das heißt du pendelst gerade zwischen Wien und der Steiermark?

Genau da fahr ich auch hin und her. Tatsächlich war es jetzt ein paar Mal so, dass ich in der Nacht gedreht habe und in der Früh nach Hause gefahren bin, zwei Stunden geschlafen habe und dann ins Theater zur Wiederaufnahmeprobe oder mit meiner Theatergruppe etwas ausgemacht hatte… Es ist gerade sehr viel parallel am Laufen.

Du hast also gleich mehrere große Projekte?

Ja und es kommt immer etwas Neues dazu. Bei unserer Theatergruppe ist es ja so, dass wir nicht nur unser Romeo und Julia Stück weiterspielen sondern wir machen neue Projekte und arbeiten mit verschiedenen Künstlern zusammen. Ich finde es wichtig, dass diese jungen Leute die Möglichkeit haben verschiedene Ausdrucksformen zu lernen. So werden wir mit einem Fotographen einen Fotoworkshop anbieten. Dann gibt es da noch einen Zweig, der heißt Band. Das sind Musiker die teilweise in Traiskirchen noch leben und andere Musiker die auch in unserem Stück mitgespielt haben – sie kommen alle aus Afghanistan, Syrien oder ein Kurde aus der Türkei ist auch dabei.

Und zwischendurch habe ich natürlich auch Castings auf die ich mich vorbereiten muss.

Vielen Dank fürs Interview und viel Erfolg weiterhin!

 

Fifi Pissecker im Interview: Jeder der einen Witz erzählen kann meint er sei Kabarettist

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Wolfgang „Fifi“ Pissecker in einem sehr persönlichen Interview über 30 Jahre Kabarett und Schauspieler-Karriere, über seine Liebe zu Perchtoldsdorf und sein aktuelles Geburtstagsprogramm „Fifi-Fifty“.

 

Wir treffen Fifi Pissecker im wunderschönen Gastgarten des Restaurants Alexander am Perchtoldsdorfer Marktplatz wo Fifi kein Unbekannter ist und von fast jedem Gast dort begrüßt wird. Nach einem gemeinsamen Kaffee erklimmen wir das Wahrzeichen von Perchtoldsdorf – den Wehrturm – wo Fifi uns mit dem Blick über seine Heimat sehr persönlich aus seinem Leben erzählt und warum er Perchtoldsdorf nur einmal für längere Zeit verlassen hat um alleine den Jakobsweg zu gehen.

 

Du wohnst schon dein ganzes Leben in Perchtoldsdorf im Bezirk Mödling. Hier hat auch deine Karriere gestartet. Wie, wann und wo war das?

 

Ja, das war 1981 im Gymnasium Keimgasse in Mödling. Dort haben wir vor über 30 Jahren die Kabarettgruppe „Die Hektiker“ mit Werner Sobotka, Mini Bydlinski und Florian Scheuba gegründet. Bei der Schülerakademie, die es übrigens noch heute gibt, haben wir uns zusammengefunden und ein Kabarett aufgeführt. Einige meinten damals, es sei schade wenn das nur einmal aufgeführt wird. Worauf hin ich dann einige Locations angerufen habe…und ja so ist es dann los gegangen und wir haben in einigen Jugendzentren in Wien gespielt. Mittlerweile gibt’s uns mit Viktor Gernot immer noch und wir planen für nächstes Jahr ein neues Programm zum 35jährigen Jubiläum.

 

In deinen 50 Jahren bist du aus Perchtoldsdorf nur ein einziges Mal für längere Zeit weg gegangen – für den Jakobsweg. Warum nie länger?

 

Es hat sich familiär ergeben, dass ich nur einmal in meinem Leben übersiedelt bin und zwar in Perchtoldsdorf in der selben Gase von Nummer 4 auf 6. Perchtoldsdorf ist für mich einer der schönsten Plätze der Welt. Ich bin viel herumgekommen, aber nirgends ist es so toll wie hier. Ich schätze wahnsinnig, dass ich das Glück habe in diesem Ort, in diesem Bezirk und natürlich weiterdenkend in diesem Land wohnen zu dürfen. Du bist schnell in der Stadt und genauso schnell im Grünen, was mit zunehmenden Alter immer wichtiger wird.

 

 

Du hast dein Programm „Fifi Fity“ zweimal in Perchtoldsdorf in einem ausverkauften Burgsaal gespielt. Wie war das für dich in deinem Heimatort zu spielen?

 

Ich habe zweimal im vollen Burgsaal gespielt – was nicht vielen Leuten gelingt. Das kommt daher, dass ich viel im Ort unterwegs bin, viel präsent bin. Das merken die Leute und wissen das zu schätzen, was mich wiederum sehr freut. Gerade bei diesem Überangebot heutzutage. Du hast allein in Wien jeden Tag 30 Kabarett-Aufführungen. Da freut man sich schon sehr, wenn sich das Publikum dann für dich entscheidet.

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Wie hat sich aus deiner Sicht die Kabarett und Schauspiel-Szene in den 30 Jahren seid du dabei bist verändert?

 

Es ist extrem viel geworden. Teilweise zu viel. Darunter leidet auch die Qualität. Jeder der einen Witz erzählen kann, stellt sich heute auf eine Bühne und meint er sei Kabarettist. Der Kuchen wird kleiner und man muss stärker darauf achten auch dauerhafte Medienpräsenz zu haben. Da kommst du natürlich an einem ORF nicht vorbei. Ohne Massenmedium wird’s schwer eine breite Bekanntheit zu bekommen.

 

Erzähl uns ein bisschen über dein aktuelles und neues Programm. Wie kam es dazu und worum geht es?

 

Durch eine Blödelei und ein Schlagwort. Ich bin nicht so einer der sich hinsetzt und zu konstruieren anfängt. Ich brauch ein Schlagwort und dann seh ich schon Bilder und weiß in welche Richtung ich gehen muss. Bei mir kommt viel aus der Emotion heraus. Mir ist dann dieses Wortspiel „Fify-Fity“ eingefallen. Dann ging’s schon los mit dem Programm, in dem die Besucher am Anfang „Happy Birthday“ singen müssen, ich Gäste ankündige und eine Live-Schaltung mit dem ORF ankündige und von alldem passiert natürlich im Laufe des Abends nichts. Es ist ein sehr lustiges und unterhaltsames Programm. Ich erzähl auch den Wandel von analog auf digital. Nicht nur technisch sondern auch menschlich und im Sozialen. Am Schluss wird es sehr persönlich und fast intim, wenn ich über mein Leben die letzten 50 Jahre reflektiere und erkläre warum ich das Ganze mache… Und das ich eigentlich nichts Anderes machen möchte.

 

Verrätst du uns warum du diesen Beruf gerne machst?

 

 Die Digitalisierung hat das Leben unheimlich schnelllebig und unverbindlich gemacht. Alles verroht und verraut zunehmend. Das sind Bestrebungen gegen die man ankämpfen muss. Und das mache ich, indem ich es anspreche. Das ist ein unheimlicher Luxus an meinem Beruf, dass man alles was einen stört, auch sagen kann. Das ist eine unheimliche Lebensqualität für mich.

Aber es ist auch die Vielfalt und dass ich an unheimlich viele Plätze gekommen bin und viele interessante Menschen kenn gelernt habe. Das hätte ich wahrscheinlich in einem Bürojob nicht erlebt. Das wäre vielleicht sicherer gewesen und ich hätte mehr Geld verdient, aber die Lebenserfahrung, das Abenteuer hätte ich dann nicht gehabt.

 

Gibt’s aus deiner Sicht ein Erfolgsrezept für diese Lebensqualität? Das ist sicherlich der Wunsch vieler so zu leben?

Ich kann nur jedem Raten „Halte den Ball flach“. Ich hab nie über meine Verhältnisse gelebt. Umgekehrt hat es mir auch nie an etwas gefehlt. Ich versuche mit wenig gut auszukommen. Mir hat der Jakobsweg gelehrt, dass ich alles was ich Zuhause habe in einen Rucksack stecken kann und wunderbar damit 6 Wochen durchkomme. Je mehr du hast, desto mehr hat es dich. Ich brauch kein Boot in Kroatien, oder Seehaus irgendwo. Das interessiert mich nicht.

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Die obligatorische Abschlussfrage die man hier in Perchtoldsdorf stellen muss. Welcher ist dein Lieblingsheurigen?

 

Das ist ganz klar der Sommerheurige von Kurt Prögelhöf, weil er einfach von der Lage einzigartig ist.

 

Danke für das Interview und viel Erfolg weiterhin!

Mehr Infos und alle Termine gibts auf www.pissecker.com

GESUNDHEITSTIPP: bragapraxis-Zentrum für energetische Medizin in Gießhübl

Seit Juni hat Gießhübl ein Zentrum für energetische Medizin. Geführt wird dieses von Dr. med. Andrea Vincenzo Braga und seiner Frau Brigitte, Therapeutin für klassische Massage und Tuina. Der Facharzt für Chirurgie, Allgemeinmediziner und Akupunkteur hat sich mit seiner Praxis in Gießhübl auf die ganzheitliche Behandlung seiner Patienten spezialisiert.

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Die bragapraxis verbindet moderne Schulmedizin mit den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin. Mit bewährten konservativen Therapien, ohne chirurgische Eingriffe werden Beschwerden, allen voran des Bewegungsapparates und Schmerzen aller Art gelindert oder geheilt. Einem solch ganzheitlichen Therapiekonzept geht ein intensives Vorgespräch voraus, in dem auf die individuellen Beschwerden genau eingegangen wird und entsprechende Untersuchungen durchgeführt oder veranlasst werden.

 

Das ganzheitliche Therapiekonzept beinhaltet zum Beispiel die Behandlung durch Akupunktur, Tuina (Chinesische Massage), Kräuterstempel-Massage, Schröpfen, Moxibustion, Lasertherapie und klassische Massage direkt in der Praxis. Ergänzend dazu wird mit gezielter Ernährungsberatung, Selbstübungen und Verhaltenscoachings gearbeitet.

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Dr. Braga, der großen Wert auf Weiterbildung legt, verfügt über einen weitreichenden Erfahrungsschatz und Kompetenzen in unterschiedlichen Disziplinen. Damit ist das Zentrum für energetische Medizin die richtige Anlaufstelle für Erwachsene und Kinder, die Ergänzungen (Alternativen) zur klassischen Schulmedizin für Beschwerden und Befindensstörungen aller Art suchen.

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Die Philosophie der 5 Elemente spiegelt sich nicht nur in der Behandlung von Dr. Braga sondern auch in der Architektur der Praxis, wieder. Gemeinsam mit dem Gießhübler-Architekten DI Robert Schruckmayr wurde ein besonderes Praxis-Konzept unter Berücksichtigung der Bestandsobjekte und engen Platzverhältnissen umgesetzt. Die Anforderung war neben der Funktionalität auch eine Wohlfühl-Praxis ( oder Oase, ev. besser: eine angenehme Athmosphäre) zu schaffen. Mit klaren Linien, einem natürlichen Raumklima und reichlich Tageslicht, sowie viel Liebe fürs Detail, die sich bis in die Möblierung zieht wurde eine Atmosphäre geschaffen, in der man sich gut aufgehoben fühlt und die kaum mehr an eine klassische Arztpraxis erinnert.

Einladung zum „Tag der offenen Tür“ in der braga Praxis am Samstag den 27. Juni 2015 ab 12 Uhr

http://www.bragapraxis.at/Braga_Praxis_invitation.pdf

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bragapraxis

Rosendornberggasse 11

2372 Gießhübl

Terminvereinbarung: +43 22 36 38 99 83

Email: praxis@bragapraxis.at

Internet: www.bragapraxis.at

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Architekt Schruckmayr ZT GmbH

DI Robert Schruckmayr

Dr. Buchwiesergasse 23/1

2372 Gießhübl

Telefon: +43 2236 86 52 88

Email: robert@schruckmayr.at

Internet: www.schruckmayr.at