• „Das Schöne war, dass wir im Prinzip nichts zu verlieren hatten.“

Martin Richter und Ariana Schirasi-Fard treten gemeinsam als das Künstlerduo Poptracker auf und feierten mit ihrem bekannten Song „Hold“ bereits erste landesweite Erfolge bis hin zu einer „Amadeus Austrian Music Award“ Nominierung. Wir trafen das sympathsiche Künstler-Duo im neuen Teecafe JOE in Perchtoldsdorf zum Interview.  

 

DISTRICT: Liebe Ariana, lieber Martin! Gemeinsam tretet ihr als Poptracker feat. Ariana auf und hattet euren großen Hit mit „Hold“. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit? 

 

Martin: Wir kennen einander schon seit vielen Jahren, eines Tages kam Ariana zu mir ins Studio um ein Sprechercasting aufzunehmen. Spontan habe ich ein Playback vorbereitet und es Ariana angeboten, da ich auf der Suche nach einer Sängerin für meinen zweiten Singlerelease als Poptracker war. 

 

Ariana: Und nach 2 weiteren Treffen und ein bisschen Ideenaustausch war plötzlich Hold fertig.  

 

D: Was ist das besondere an eurer Zusammenarbeit. Warum gerade ihr zwei? 

 

M: Es passt eben zwischen uns sehr gut, wir entscheiden alles gemeinsam, was ja oft nicht so üblich ist.  

 

A: Das denke ich auch. Wir sind immer ehrlich miteinander und ergänzen uns sehr gut. 

 

D: Euer Song „Hold“ ist ein echter Ohrwurm. Habt ihr schon beim Aufnehmen mit diesem Erfolg gerechnet? 

 

M: Nein, wenn du einen Song ab der Entstehung gefühlte 1000 Mal hörst kannst du nicht wirklich abschätzen ob das was wird, noch dazu hatten wir ja fast gar keine Ahnung auf dem Gebiet. 

 

A: Das schöne war, dass wir im Prinzip nichts zu verlieren hatten. Wir konnten nicht abschätzen ob der Song ankommt, aber wenn er nicht funktioniert hätte, hätte es vermutlich kaum jemand mitbekommen. Umso schöner war die Überraschung, als er plötzlich im ganzen Land im Radio gespielt wurde. 

 

D: Ihr wart dann auch für den Amadeus-Award nominiert. Wie hat euch diese Nominierung für eure Karriere geholfen? 

 

A: Ob es der Karriere geholfen hat kann ich nicht beurteilen. Wir hatten ja keinen Vergleich aber es war auf alle Fälle eine schöne Anerkennung unsrer Arbeit. 

 

M: Es war natürlich eine Ehre für uns und auch unsere Nachfolgesingle „You“ wurde ebenso brav im Radio gespielt. 

 

DNeben eurer gemeinsam Karriere geht ihr auch eure eigenen Wege. Was sind diese? 

 

M: Ich arbeite hauptberuflich als Tontechniker in Österreichs ältesten privatem Tonstudio. Dort komponiere ich gelegentlich Werbemusiken und produziere eben nebenbei Musik mit verschiedenen Sängerinnen und Sängern. 

 

A: Ich bin gelernte Musicaldarstellerin und spiele als solche sechs verschiedene Stücke im Jahr. Nebenbei singe ich viel auf Konzerten mit Bands oder Orchestern. 

 

Ariana, du bist Schauspielerin und Sängerin. Gibt es bei dir in nächster Zeit besondere Auftritte? 

 

D: Ich werde mit Ende dieser Spielzeit nach sieben Jahren am Landestheater Linz aufhören und ab Herbst in Wien im Kabarett Simpl, unter der Regie von Michael Niavarani, spielen. Eine schöne neue Herausforderung auf die ich mich sehr freue. Nicht nur weil es für mich nach Hause kommen bedeutet. 

 

D: Ihr habt gerade gemeinsam wieder einen neuen Song herausgebracht. Wie sieht es bei diesem aus, wieder ein Chartstürmer? 

 

M: Unser neuer Song heißt „Run“. Auch wenn im Moment von den Radiosendern viel neue Österreichische Musik gespielt wird, was wir sehr gut finden, haben wir es doch als kleines Label schwierig. Sprich, im Moment ist es für uns schwierig „AirPlay für unseren neuen Song zu bekommen.  

 

D: Zum Abschluss eine Frage zu unserem Bezirk. Da ihr beide hier aufgewachsen seid, an welchen Orten entspannt ihr gerne oder holt euch eure Inspiration für eure Songs?  

 

A: Durch meinen Job war ich in den letzten Jahren wenig zu Hause. Ich genieße es daher unglaublich einfach daheim sein zu können. Wenn es die Zeit erlaubt, gehe ich gern am Lichtenstein laufen. Die Natur und ihre Ruhe machen den Kopf frei für neue Ideen und bringen neue Energie.  

 

M: Ich versuche mich, abseits vom Business eher mit ganz anderen Dingen zu beschäftigen. Ich bin viel mit meinem Sohn auf den Mödlinger Spielplätzen oder mit meiner Familie in den Föhrenwäldern unterwegs. Das bringt mich auf andere Gedanken. Ein paar Mal die Woche sieht man mich sogar am Liechtenstein beim Laufen. Sport finde ich wichtig als Ausgleich.  

 

D: Vielen Dank für das Interview und weiterhin alles Gute!  

 

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