Kunstraum Arcade Mödling

Der kunstraumarcade liegt im Arkadenhof des Beethovenhauses, einem aus der Frührenaissance stammenden Gebäude, im Zentrum von Mödling. Gegründet wurde die „Galerie Arcade“ schon 1974 und seit dieser Zeit wird, unter wechselnder Leitung, aktuelle österreichische und internationale Kunst aus den Bereichen Malerei, Grafik, Skulptur, Objekt, Foto und Film gezeigt. 1994 übernahm die Mödlinger Künstlerin Helga Cmelka gemeinsam mit ihrem Mann Robert Svoboda die Leitung. Im Laufe der Zeit kamen andere KollegInnen ins Team und nun wird der kunstraumarcade von einer Interessensgemeinschaft von KünstlerInnen geleitet, für die gemeinschaftliche Projektarbeiten im Mittelpunkt stehen.

Es werden spannende Themenschwerpunkte gesetzt die bereichsübergreifend angelegt sind. Zwar liegt der Focus auf der Bildenden Kunst, aber es werden auch immer wieder die verschiedenen Kunstsparten wie Literatur und  Musik miteinbezogen.

Es gibt seit über 10 Jahren eine Kooperation mit Artist in Residenc– Krems, dem Artist in Resicende Programm des Landes Niederösterreich. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden Künstler aus aller Welt in Mödling präsentiert. Darüber hinaus arbeiten wir in den letzten Jahren auch vermehrt mit Künstlergruppen bzw. mit Institutionen aus dem In-und Ausland zusammen, die ähnliche Strukturen und Zielsetzungen wie der kunstraumarcade aufweisen. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten die „Arcade-KünstlerInnen“ dann auch u.a. in Schweden, Deutschland, Serbien oder z. B. im Sommer 2018 im Künstlerhaus Klagenfurt zu präsentieren.

In der Edition Arcade erscheinen Grafiken in kleinen Auflagen, bibliophile Bücher zu ausgewählten Ausstellungen mit dafür geschriebenen literarischen Texten und Esseys.

 

Die nächste und letzte Ausstellung des Jahres wurde am 18. November um 18 Uhr eröffnet:

SPUREN mit Arbeiten von – Barbara Graf, Seishi Irikawa, Regina Stierschneider, Gerlinde Thuma (Ausstellungsende: 23. Dezember 2016)

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Überall Spuren – Das Sichten und Freilegen, Verdeutlichen oder Verwischen von Anzeichen eines in der Vergangenheit liegenden Ereignisses und das Zeichnen und Legen von Spuren, als Aufeinanderfolge von Eindrücken, Abdrücken. So einzigartig bis flächendeckend Spuren sich zeigen, sie sind Aufzeichnung und Prozess von in Bewegung befindlichem. Die gezeigten Arbeiten kreisen um das  Freistellen von Spuren – biographisch, körperlich, seismographisch, analytisch, gestisch – oder sie zeigen eine Spur bloß als eine kleine Menge von etwas … 

Mit körperlichen und textilen Spuren beschäftigt sich Barbara Graf. Sind es einmal zeichnerische Strukturen, die dem textilen Gewebe einverleibt werden, so verwandelt sich ein andermal Textil in fotografischen Inszenierungen zu einem Gewebe, das unter die Haut geht. … Seishi Irikasas Zeichnungen erzählen vom Erscheinen und Verschwinden. Formen, die sich aus beweglichen, vagen Nebelwolken langsam herausbilden und sichtbar werden … Es sind die Linien, die ihre Spuren hinterlassen. Gerlinde Thumas Arbeiten haben die Aufzeichnung von Prozessen zum Inhalt. Es geht um Spuren, die die Zeit hinterlässt – auf Papier und auf der Haut. Die Spuren des Blickes dauern an und verarbeiten in Nachbildern das Gesehene. Regina Stierschneider begibt sich bei ihrer philosophischen Spurensuche in eine transzendente Kartographie. Es entstehen Landkarten der Zufälligkeiten, bei denen figurative Elemente belassen werden und die feinen Verästelungen, die wie ziseliert wirken, sich ins Unendliche verzweigen.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen dieser Ausstellung SPUREN am

Sonntag, 17. Dezember, 18 Uhr: Die „Akustischen Spuren“ werden von 5 MusikerInnen gezogen. Dargebotene Stücke für Flöte und Gitarre (Annegret Bauerle und Judith Berhart) sind ebenso signifikant wie feinsinnig Spuren aufzutun und der Verbindung von Bild und Ton nachzuspüren. Exemplarisch ist auch eine Komposition an den Afrikanischen Elefanten von Reinhard Süss,  für 2 Celli, uraufgeführt 2016 in Süd Afrika, die direkt Bezug nimmt zu einer in der Ausstellungen gezeigten Arbeit von Gerlinde Thuma zum Themas spuren spüren (an der Haut des Elefanten).

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